Weniger Plastik – Im Badezimmer

Wer im Badezimmer weniger Plastikmüll produzieren möchte, findet hier ein paar Möglichkeiten:

Seifenstücke

Um weniger Plastik zu produzieren, kann die Flüssigseife durch ein Stück Seife ersetzt werden. Denn sie wird häufig in Papier verpackt oder ist sogar ganz verpackungsfrei.
Damit die Seife mit der Zeit nicht im Wasser liegt, lohnt es sich, die Schale mit Murmeln auszulegen.
Der einzige Haken ist, dass sie gerne mal an der Seife kleben und dann einen unautorisierten Ausflug machen. Wer aber ein paar Mal den flinken Dingern quer durch das Badezimmer gefolgt ist, achtet vor der Handwäsche darauf.
Wenn die Murmeln gereinigt werden müssen, da zu viele Seifenreste an ihnen haften, dann empfehle ich sie in eine Socke zu schütten und sie kurz unter dem Wasserstrahl durchzukneten. Sie kullern dann blitzblank wieder in die Seifenschale.

Reinigungspulver für das Gesicht

Für die Gesichtsreinigung verwende ich ein Reinigungspulver das je nach Bedarf verändert werden kann. Die simpelste Variante besteht nur aus Kokosnussmehl und Wasser. Dafür nehme ich ungefähr einen Teelöffel Mehl, rühre es in der Handfläche mit etwas Wasser zu einer Paste an und massiere damit das Gesicht. Gründlich abwaschen, fertig.

Wer die Gesichtsreinigung auf seinen Hauttyp abstimmen möchte ersetzt das Wasser durch:

  • Kräutertee (z.B. Melisse- oder Holunderblütentee) bei normaler Haut
  • Aloe-Vera-Saft bei trockener Haut
  • Joghurt bei fettiger und unreiner Haut
  • Rosenwasser bei reiferer Haut

Alle Utensilien sind plastikfrei zu bekommen.

Zahnbürsten aus Holz oder Bambus

Auch wenn ich nicht auf meine elektrische Zahnbürste verzichten möchte, da sie einfach gründlicher reinigt, putze ich meine Zähne morgens immer mit einer Handzahnbürste. Mittlerweile sind sie in meinem Badezimmer nicht mehr aus Plastik, sondern aus Holz oder Bambus. Sie sind angenehm und weicher als ihre Vorgänger und ich möchte sie allein schon aus diesem Grund nicht mehr missen.

Die Zahnpasta mit ihrer Plastiktube kann durch feste Alternativen ersetzt werden. Solange es aber keine sensitiven Zahnputztabletten mit einem niedrigen Abrieb gibt, muss ich auf diese Alternative verzichten. Wer bei der Wahl der Zahnpasta aber keine besonderen Kriterien beachten muss, dem steht nichts im Weg die plastikfreie Variante auszuprobieren.

Kämme

Die Kämme aus Holz haben Einzug in mein Badezimmer gefunden, als mir die Reinigung der Bürsten zu lästig wurde. Zudem haben sie nicht die Bruchstellen, die bei einer Bürste auftreten. Weder reißen die Borsten aus, noch die ganze Borstenseite aus der Verankerung. Und sie sind nicht aus Plastik. Ich benutze sie schon seit mehreren Jahren, ohne dass sie irgendeinen Schaden genommen haben und ausgetauscht werden mussten, anders als die Bürsten davor. Daher punkten die Kämme bei mir nicht nur aus ökologischer Sicht.

Wattestäbchen

Der Plastikverzicht bei Wattestäbchen ist einfach, man kauft die mit Papierschaft. 🙂

Menstruationspanties

Die meisten Binden sind nach wie vor aus Plastik, doch zum Glück gibt es Mentstruationspanties als Alternative zu kaufen. Sie sind nicht nur umweltfreundlicher und reduzieren den Badezimmermüll, sondern sie sind meiner Meinung nach viel bequemer. Zugegeben, ihre Anschaffung ist kostspielig, doch ich will nicht mehr auf sie verzichten.

Demnächst werden noch weitere Tipps für die Plastikvermeidung im Badezimmer hinzukommen.

Warum es sinnvoll ist, Plastik zu reduzieren, kannst du hier nachlesen:

Warum ist Plastik ein Problem?